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SCHWEIZ

POSITIONEN

Ständerat korrigiert die Energiestrategie 2050

Der Ständerat hat in der Herbstsession massgebliche Korrekturen an der "Energiestrategie 2050" vorgenommen. Es bleibt jedoch die Frage, wie sich der Ausstieg aus der Kernenergie ökologisch und ökonomisch abfedern lässt.

Wie die sichere, ausreichende, umweltschonende und bezahlbare Versorgung von Haushalten und Wirtschaft im Rahmen der "Energiestrategie 2050" realisiert werden kann, steht weiterhin in Frage. Als Ausweg bietet sich bestenfalls eine Import-Strategie an, was aber angesichts der auf Eis liegenden bilateralen Verhandlungen mit der EU problematisch ist.

HINTERGRUND

Energiestrategie 2050: Korrekturen des Ständerates
in die richtige Richtung - aber ungenügend

AVES Schweiz - Medienmitteilung - 24. Sept. 2015


POSITION AVES Schweiz:
Die AVES Schweiz geht nicht davon aus, dass in der Differenzbereinigung zwischen dem Stände- und dem Nationalrat die Energiestrategie 2050 entscheidend verbessert wird und ist der Auffassung, dass das Stimmvolk zwingend die Gelegenheit bekommen muss, über die Energiewende zu entscheiden. Die AVES Thurgau teilt diese Einschätzung.

Strommangel als bedeutendstes
nationales Risiko

Das VBS von Bundesrat Ueli Maurer erachtet den Strommangel als bedeutendstes nationales Risiko. Eine Unterdeckung von 30 Prozent enthält ein Schadenspotenzial von rund 100 Milliarden Franken. Im Vergleich zu einem Strom-Blackout werden die Risiken, die von Schweizer Kernkraftwerken ausgehen, als "moderat" eingestuft.

MEDIENSPIEGEL

Notfallplanung für Strommangel soll professionalisiert werden
NZZ -
Davide Scruzzi - 16. Okt. 2015

Im Fall eines Blackouts geht nichts mehr: Die auf höchster Komfortstufe liegende Schweiz müsste massive Schäden in Kauf nehmen.

Photovoltaik bei Neubauten Pflicht

Bauherren müssen in Zukunft Investitionen tätigen, die sich vielleicht nie amortisieren werden. Die "Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich" (Muken) schreiben nämlich vor, dass Neubauten pro Quadratmeter nur noch 35 Kilowattstunden Energie zum Heizen, Kühlen, Lüften und für Warmwasser verbrauchen dürfen.
Kommt hinzu, dass Bauherren pro Quadratmeter Wohnfläche PV-Panels mit einer Spitzenleistung von 10 Watt installieren müssen.
Inzwischen hat sich gegen diese Mustervorschriften Opposition formiert, insbesondere beim Hauseigentümerverband Schweiz (HEV). Er will sich nun in jenen Kantonen zu Wort melden, wo die Einführung der Muken bevorsteht.

MEDIENSPIEGEL

Kraftwerk Haus
NZZ am Sonntag -
Andreas Hierstein - 16. Aug. 2015

POSITION:
Die AVES steht der Umsetzung der Muken sehr kritisch gegenüber, weil die Massnahmen in Eigentumsrechte eingreifen und die Stromversorger für den Strombezug ihrer Kunden verantwortlich gemacht werden sollen. Sowohl die Muken wie auch der Gebäude-Energie-Ausweis sind bürokratische Klimmzüge mit zweifelhaftem Ergebnis.


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