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Wo die Tiefenlagerung erforscht wird


Im internationalen Felslabor Mont Terri im Kanton Jura wird für die dauerhafte und sichere Entsorgung von nuklearen Abfällen geforscht. Die AVES Thurgau hat sich am Samstag vor Ort einen Einblick verschafft.

Für die Entsorgung der radioaktiven Abfälle hat die Schweiz die Verantwortung. Aus dieser Ueberzeugung heraus hat die Aktion vernünftige Energiepolitik Schweiz (AVES) das Felslabor bei St. Ursanne besucht. Dort wird 300 Meter unter der Erdoberfläche seit 1996 die Eignung des Opalinustongesteins als Endlagerstätte untersucht.

Eine Gruppe von rund 30 AVES-Vertretern liess sich über die Techniken und Konzepte informieren, die erprobt werden. Das weltweit führende Felslabor wird von Forschern auch aus anderen Ländern genutzt und leistet einen wichtigen Beitrag für die Sicherheit eines künftiges Tiefenlagers.

„Die Schweiz ist auf einem hohen Stand bei den entsprechenden Untersuchungen“, erklärte AVES-Vorstandsmitglied Kurt Engel aus Schlatt. Als Mitglied des Startteams Zürich Nordost wirkt er als einziger Gemeindevertreter aus dem Thurgau bei der Bildung der geplanten Regionalkonferenz mit, die die Wahl eines Endlagerstandorts vorbereiten wird.

„Es gilt, den besten Standort zu suchen, auch wenn dieser vor der eigenen Haustüre sein sollte“, so Engel. Wichtig sei die Mitsprache des Kantons, der Gemeinden und der Bevölkerung. Man könne nicht einfach Nein sagen. Es brauche eine sachliche Gesprächskultur. Die Schweiz sei schliesslich verpflichtet, die eigenen radioaktiven Abfälle sicher zu lagern.

Für Rückfragen:
Martin Sinzig, Tel. 071 636 25 60