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Erneuerbare Energien


Zu den erneuerbaren Energien zählen die Sonnen- und die Windenergie, die Wasserkraft, die Biomasse und die Geothermie. Mittels eines Zuschlages auf den Strompreis wird ein Fonds zur Förderung geäufnet. Im Jahr 2035 sollen mit Wasserkraft, Biomasse, Solar- und Windenergie pro Jahr zusätzliche 5,4 TWh Strom erzeugt werden, die rund einen Fünftel der Stromlücke decken. Mehr liegt vom Potenzial her in diesem Zeitrahmen nicht drin. AVES Thurgau unterstützt die Förderung der erneuerbaren Energien, wie sie das eidgenössische Parlament vorgesehen hat.

Vor- und Nachteile

Erneuerbare Energien haben Vor- und Nachteile, die bei der Wahl der Art der Stromproduktion berücksichtigt werden müssen. Zu beachten ist, dass nur ein intelligenter Mix von verschiedenen Formen der Stromproduktion die Versorgungssicherheit garantieren kann.


Die Sonnenenergie kann zur Erzeugung von Strom via Fotovoltaikzellen oder für die Produktion von Wärme mittels Sonnenkollektoren genutzt werden. Sonnenkollektoren tragen zur Energieeffizienz bei und helfen, die Umwelt zu schonen. Bei der Fotovoltaik ist die Wirtschaftlichkeit tief, da die Produktion der Siliziumzellen viel Energie verschlingt, dazu viel CO2 ausgestossen wird und relativ teuer ist. Gerade in nebligen Gebieten produzieren sie wenig Strom. Die kWh kommt auf 70 bis 90 Rp. zu stehen. Neue Technologien zur Herstellung von Solarzellen lassen hoffen, dass sich die Wirtschaftlichkeit stark verbessern wird.

Die Windenergie ist heute eine breit angewendete Produktionsform. Vor allem an den windreichen Meeresküsten stehen ganze Wälder von 100 bis 150 Meter hohen Windkraftwerken mit Leistungen bis zu 2,5 MW. In der Schweiz wehen weniger kräftige Winde, deswegen eignen sich Standorte auf den Jurahöhen oder in den Alpen. Windenergie ist praktisch CO2-frei. Probleme ergeben sich jedoch mit dem Landschaftsschutz und der Verfügbarkeit, da nur Strom produziert wird, wenn Wind weht. Bei uns kommt die kWh auf 20 bis 50 Rp. zu stehen.

Die Wasserkraft wird durch Laufkraftwerke (Bandenergie, d.h. den ganzen Tag gleich viel Produktion) und Speicherkraftwerke (Spitzenenergie, wenn der Bedarf gross ist) genutzt, die etwa je einen Viertel des Schweizer Stroms erzeugen. Wasserkraft ist CO2-frei und in der Schweiz gut verfügbar. Grosse Wasserkraftwerke sind wirtschaftlich, kleinere häufig auf Subventionen durch einen höheren Strompreis angewiesen. Probleme bestehen mit dem Landschafts- und Gewässerschutz sowie durch Beschwerden (Verbandsbeschwerderecht). Der Bau von grossen Wasserkraftwerken wird deswegen häufig verunmöglicht.